Zusammenfassung
Der Montag, der 20. Oktober, wird für Brioche Dorée als markanter Tag in Erinnerung bleiben. Die Kette hat auf einen Schlag rund dreißig Neuheiten vorgestellt, eine Aktion von einem Umfang, wie er in der Branche selten zu sehen ist, und ein deutlicher Bruch mit den üblichen, tropfenweise erfolgenden Einführungen. Diese strategische Entscheidung zeigt den klaren Willen, in einem immer dichter besetzten Markt der Gastronomie in der Nachbarschaft wieder die Initiative zu ergreifen. Dort versucht heute jede Kette, sich eher über Neuheiten als über die Treue zu einigen wenigen Hauptprodukten einen Platz zu sichern. Mit dem Setzen auf Menge und Vielfalt sendet Brioche Dorée ein deutliches Signal an seine Konkurrenten: Die Speisekarte muss sich künftig im Rhythmus des Aktuellen erneuern und nicht nach den Jahreszeiten.
Details
Um diese Offensive herum gerät das gesamte Ökosystem der Schnellgastronomie in Bewegung. Uber Eats und Deliveroo liefern sich weiterhin ein Rennen um den Markt der Expresslieferung, wobei jeder Anbieter seine Präsenz in den Alltagsgewohnheiten der Franzosen ausbaut, die immer häufiger bestellen, ohne das Haus zu verlassen. McDonald's behält dagegen seine Position als unumgängliche Referenz im Fastfood, eine Stabilität, die mit der Betriebsamkeit seiner direkten Konkurrenten kontrastiert. Burger King lässt sich das Feld nicht von der traditionsreichen Marke überlassen und startet immer neue Angriffe, indem es unter anderem Retro-Rezepte wieder aufleben lässt, um die Nostalgie seiner Kundschaft zu wecken und gleichzeitig eine neue Generation von Konsumenten zu gewinnen. KFC befindet sich ebenfalls in einer Schlüsselphase, denn mit Lucas Gilliard übernimmt ein neuer Generaldirektor für Frankreich die Leitung, und dieser Wechsel geht mit dem ausdrücklichen Bekenntnis einher, den Ausbau des Netzes im Land fortzusetzen. Auch Quick bleibt nicht zurück: Die Kette hat neue Burger-Rezepte eingeführt, die nur für begrenzte Zeit erhältlich sind, eine klassische Taktik, um kurzfristige Begeisterung zu erzeugen und die Nachfrage nach neuen Formaten zu testen. Bei den heißen Getränken tobt weiterhin der Kampf um Specialty Coffee zwischen Starbucks, das in der Branche nach wie vor am häufigsten als Maßstab genannt wird, und Columbus Café & Co, das seine Expansion aktiv vorantreibt und mit zahlreichen Ankündigungen versucht, sich als glaubwürdige französische Alternative zu etablieren. Dunkin' beobachtet diese Rivalität aufmerksam und beschleunigt seinerseits im Segment Coffee Shop und Doughnuts, um sich einen Platz zwischen den beiden Schwergewichten zu sichern.
- 1Oktober, wird für Brioche Dorée als markanter Tag in Erinnerung bleiben.
- 2Diese strategische Entscheidung zeigt den klaren Willen, in einem immer dichter besetzten Markt der Gastronomie in der Nachbarschaft wieder die Initiative zu ergreifen.
- 3Dort versucht heute jede Kette, sich eher über Neuheiten als über die Treue zu einigen wenigen Hauptprodukten einen Platz zu sichern.
- 4Mit dem Setzen auf Menge und Vielfalt sendet Brioche Dorée ein deutliches Signal an seine Konkurrenten: Die Speisekarte muss sich künftig im Rhythmus des Aktuellen erneuern und nicht nach den Jahreszeiten.
- 5Um diese Offensive herum gerät das gesamte Ökosystem der Schnellgastronomie in Bewegung.
Fazit
Dieser Überblick zeichnet das Bild einer französischen Schnellgastronomie in vollem Umbruch, in der keine Kette stillzustehen scheint. Zwischen spektakulären Speisekarten-Überarbeitungen, Machtkämpfen im Liefergeschäft und dem leisen Kaffeekrieg zeigt sich, dass die Branche ebenso sehr von Produktinnovationen wie vom Ringen um das Image lebt. Für Verbraucher bedeutet diese Unruhe mehr Auswahl und mehr Neues zum Ausprobieren, zugleich aber auch einen ständigen Druck auf die Ketten, die sich unablässig neu erfinden müssen, um nicht vom Radar zu verschwinden.