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Lieferkampf

REWE bringt die Lieferdienste zusammen – und Fast Food kämpft um jeden Cent

7. Oktober 2026

“Mit Lieferando, Uber Eats und Wolt im gemeinsamen Boot sorgt REWE für Bewegung im Liefermarkt, während McDonald's, Burger King und KFC den Preis- und Produktkampf im Fast-Food-Segment verschärfen.”

Zusammenfassung

Die größte Überraschung des Tages kommt nicht von einer einzelnen Fast-Food-Kette, sondern aus dem Zusammenspiel dreier Lieferdienste, die eigentlich erbitterte Konkurrenten sind. Mit der neuen REWE-Sofort-Lieferung liefern Lieferando, Uber Eats und Wolt künftig gemeinsam aus den Filialen des Handelskonzerns aus – ein ungewöhnlicher Schulterschluss, der zeigt, wie sehr sich die Grenzen zwischen Lebensmittelhandel und Essenslieferung inzwischen auflösen. Für alle drei Plattformen bedeutet die Kooperation einen deutlichen Sichtbarkeitsschub: Sie tauchen plötzlich nicht mehr nur in klassischen Essensbestellungen auf, sondern direkt im Kontext des täglichen Einkaufs, was ihre Position im hart umkämpften deutschen Liefermarkt spürbar stärkt.

Details

Während sich die Lieferplattformen neu sortieren, liefert sich die klassische Fast-Food-Welt ihr eigenes Rennen um Aufmerksamkeit und Marktanteile. McDonald's Deutschland kündigt Ende September neue Chicken- und Burger-Produkte an und bleibt damit – verstärkt durch eine auffällig aktive deutsche Pressearbeit – gleich doppelt im Gespräch, einmal über die Produktneuheit selbst und einmal über die Kommunikationsoffensive rund um die Marke. Burger King kontert mit laufenden Angebotsaktionen und befeuert damit eine Preisdebatte, die Anfang Oktober quer durch den deutschen Fast-Food-Markt spürbar ist und auch KFC erfasst, das zeitgleich mit Job- und Gastronomiemeldungen für Gesprächsstoff sorgt. Im Hintergrund dieses Preiskampfes etabliert sich Flink als sichtbarster reiner Quick-Commerce-Anbieter des Landes – ein Hinweis darauf, dass die Konkurrenz längst nicht mehr nur zwischen Burger-Ketten, sondern auch zwischen komplett unterschiedlichen Lieferkonzepten ausgetragen wird. Starbucks setzt in dieser Gemengelage auf eine ruhigere Strategie und hält seine deutsche Präsenz mit laufenden saisonalen Promotions konstant hoch, ohne sich am lauten Preisstreit der Burger-Ketten zu beteiligen. Einen ganz eigenen, lokaleren Weg geht unterdessen Hans im Glück: Mit mehreren Events und einer glutenfreien Aktionswoche Ende September positioniert sich die Burgerkette bewusst abseits der großen Preisdebatten und setzt stattdessen auf Ernährungsvielfalt und Nähe zu lokalen Communities.

Wichtigste Erkenntnisse
  1. 1Die größte Überraschung des Tages kommt nicht von einer einzelnen Fast-Food-Kette, sondern aus dem Zusammenspiel dreier Lieferdienste, die eigentlich erbitterte Konkurrenten sind.
  2. 2Während sich die Lieferplattformen neu sortieren, liefert sich die klassische Fast-Food-Welt ihr eigenes Rennen um Aufmerksamkeit und Marktanteile.
  3. 3Starbucks setzt in dieser Gemengelage auf eine ruhigere Strategie und hält seine deutsche Präsenz mit laufenden saisonalen Promotions konstant hoch, ohne sich am lauten Preisstreit der Burger-Ketten zu beteiligen.
  4. 4Für die deutsche Gastronomie- und Lieferbranche bedeutet das: Wer bestehen will, muss künftig nicht nur über den Preis, sondern auch über die richtigen Partnerschaften entscheiden.

Fazit

In der Summe zeigt der Tag ein Fast-Food- und Liefersegment, das sich in zwei parallelen Geschwindigkeiten bewegt: Auf der einen Seite ein knallharter Preis- und Produktkampf zwischen den großen Burger-Ketten, auf der anderen Seite eine stille, aber folgenreiche strukturelle Veränderung, bei der Handelskonzerne wie REWE plötzlich zum Dreh- und Angelpunkt mehrerer konkurrierender Lieferplattformen werden. Für die deutsche Gastronomie- und Lieferbranche bedeutet das: Wer bestehen will, muss künftig nicht nur über den Preis, sondern auch über die richtigen Partnerschaften entscheiden.